Die Chronik des TuS Humfeld von 1911 e.V.

 


In diese Zeit bald nach der Jahrhundertwende fällt auch die Geburt des

Turnvereins Humfeld.

 

Er wurde 1911 aus der Taufe gehoben. Ganz bewußt wollen wir, wenn

wir die Geschichte des Vereins für die heutige Jugend wieder lebendig

werden lassen, auf Personalkult verzichten und getreu dem Leitmotiv

der Turner verfahren: »Großes Werk gedeiht nur durch Einigkeit«.

Wir haben es mit der Geschichte eines Vereins zu tun, also mit der

Gesamtleistung einer Vereinigung Gleichgesinnter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Laufe seiner Geschichte haben viele, viele Männer und Frauen wertvolle Arbeit für den Verein geleistet. Ihrer aller sei an dieser Stelle dankbar gedacht. Doch können ihre Namen und Leistungen hier auf engem Raum nicht einzeln gewürdigt werden. Nur einzelne, die gewissermaßen als Motor an exponierter Stelle standen, müssen ehrend genannt werden. Noch mehr dürfen und sollen mit Recht und Stolz sagen: »Ich war auch dabei«.

In Würdigung einzelner Personen, die sich in der Gründerzeit um den Verein verdient gemacht haben, seien Fritz Büngener † und Ehrenmitglied und Ehrenvorsitzender Hermann Köller † genannt. Sie sammelten eine Schar von Turnerfreunden um sich und gewannen den damaligen Gemeindevorsteher Tölle † zum Protektor und provisorischen Vorsitzenden bis zur eigentlichen Gründerversammlung. Herr Tölle leitete mit einem namhaften Betrag eine Spendensammlung für die ersten Turngeräte ein. In den ersten Monaten leiteten die Turnbrüder Fritz Kuhlmann †, Karl Schröder †, beide aus Bega, und Turnbruder Wassermann †, Alverdissen, in nachbarschaftlicher Hilfe, wie sie bei Turnern noch heute in schönster Weise üblich ist, die Übungsstunden auf dem »Jürgensmeier'schen Saal« (später Vereinslokal »Gaststätte am Sportplatz«), bis genügend Vorturner ausgebildet waren.

 
Das noch vorhandene Protokoll nennt als den ersten Vorstand:
       
1. Vorsitzender   H. Wallbaum  
2. Vorsitzender   Wilhelm Brand  
Schriftführer   Gustav Siekmeier  
Kassierer   Fritz Büngener  
Beisitzer   Fritz Oberwinter  
Turnwart   August Klare  
Turnwart   Hermann Köller  
Turnwart   Fritz Schlüter  
       

 

Von l.n.r.: G. Offel, A. Ehlebracht, E. Simonsmeier, J. Kuhlemann, W. Topp, Fr. Brakemeier, W. Behrens, Fr. Simonsmeier

       
Zwischen den beiden Weltkriegen
       
Mit der Generalversammlung vom 13. 2. 1915 wurde das Turnen bis zum Schluß des ersten Weltkrieges eingestellt und mit der Generalversammlung vom 8. 11. 1919 durch Lehrer Heinrich Bödeker als erstem Nachkriegsvorsitzenden wieder aufgenommen. Zwischen den beiden Weltkriegen wechselten die Vorsitzenden ziemlich oft. Es waren:
       
Heinrich Rehmsmeier 1920    
Fritz Wolff 1921/22    
Wilhelm Nolte 1923/26    
Wilhelm Behrens 1927 bis zur Gleichschaltung am 5.5. 1933 und von Nov. 1933 bis 1941    
August Riekhof in der Zwischenzeit    
       
In dieses Periode fallen zwei festliche Höhepunkte:
       
die Fahnenweihe am 30. 6. 1929          
die 25 - Jahrfeier am 12. 7. 1936    
       
Nach dem zweiten Weltkrieg
       
Am 2.3.1946 konstituierte sich der Verein zum dritten Male unter den Gesetzen der Militärregierung. 55 Mitglieder fanden sich zur Wiedergründung des Vereins unter schwierigen Verhältnissen zusammen. Sportplatz, Turngeräte und sonstiges Vermögen waren enteignet. Zunächst wurde nur Fußball gespielt. Der Turnbetrieb wurde erst ab 10. 10. 1946 wieder erlaubt. Der neu entstandene Verein wurde nach dem zweiten Weltkrieg unter dem Namen »TuS« geführt